Donnerstag, 28. Juni 2012

20. - 23.06.2012 - einmal Ungarn und zurück


Mittwoch, 20.06.2012

Es war soweit - 125 Tage nach Buchung trafen wir uns um 18:30 Uhr bei Dani. 19:oo Uhr war uns etwas zu spät, kaum vorzustellen auf der Autobahn in Stau zu geraten...

Ich hatte am Vorabend in weiser Voraussicht uns schon einmal eingecheckt - denn meine Reisebüro-Informanten verrieten mir das die Maschine sehr voll sein wird. Gesagt, getan. Somit hätten wir genug Zeit haben können am Flughafen… für einen Kaffee, einen kurzen Snack… :)  Aber dazu gleich mehr. 

Jan packte den Sekt und unsere Taschen ins Auto - Sonja verabschiedete sich von Ihrer Familie und wir fuhren los. Die Korken knallten, wir tranken unser erstes Glas Sekt und 2 Autobahnausfahrten weiter bemerkte Dani das die Kamera nicht an Bord war. Jan handelte schnell, fuhr von der Autobahn ab und fuhr zurück.
Über die Landstraße (die Autobahnauffahrt war gesperrt) dauerte es leider etwas länger... aber gut, wir waren ja eingecheckt. Um 19:15 Uhr fuhren wir erneut los - erneut gab es ein Gläschen Sekt :) und wir schafften es im Eiltempo (Stau gab’s nur auf der anderen Seite :)) an den Flughafen. 

Einen Zeitungskauf später gingen wir durch die Securety und ich bereute relativ schnell meinen Gürtel angelassen zu haben (bei der letzten Kontrolle am FRAport ging er durch...?!?). Sonja war hier schlauer und ratzfatz durch.
Ich wurde von einer Dame aufs genauste nach verbotenen Gegenständen kontrolliert die diese „Identität“ noch nicht immer hatte... Und Sonja kam aus dem lachen nicht mehr heraus, denn ich muss wie ein Auto geschaut haben. Name und Aussehen definitiv weiblich, Stimme und Größe definitiv männlich :)

Nun ja, am Gate angekommen erhielten wir die Nachricht dass die Maschine eine knappe Stunde Verspätung hat. Das sollte knapp werden, denn die Autovermietung vor Ort hat nur bis 23h auf, wir sollten nun zw. 23.00 - 23.20 Uhr landen. Wieder einmal hatten wir vorab einen guten Riecher, hatten nur Handgepäck und sofort nach der Landung rannten wir los und waren somit die ersten vor dem Europcar-Schalter. Und: er war noch besetzt. Zum Glück!

Um 23.30 bestiegen wir einen VW Polo - starteten das Navi - und mussten feststellen dass uns eine Fahrzeit von knapp 3 Stunden statt der angedachten 2 Stunden voraussagte. Na Mahlzeit. Meine Müdigkeit verdoppelte sich schlagartig.
Nach ca. 1 Std. Fahrzeit kannte das Navi die Autobahn nicht mehr (ist zu neu) und wir fuhren im Blindflug Richtung Boly. Nach einer weiteren Stunde hielten wir an einer Tanke an um nach dem Weg zu fahren. Kirsten versuchte es in English und kam relativ schnell dahinter das hier wenig Touristen nach dem Weg fragen, denn sie wurde trotz perfektem Englisch nicht verstanden. Als sie nach den "Place Boly" (Boly ausgesprochen wie "Boy") fragte, wollte man ihr statt einer Landkarte doch glatt den Playboy verkaufen :)

Dank der Landkarte wussten wir schnell dass wir nicht mehr allzu weit von unserem Ziel entfernt waren. Nach 2,5 Stunden Autofahrt kamen wir an unserem Ziel an und wurden aufs herzlichste von der gesamten Familie Streb begrüßt. Wir waren baff, immerhin war es schon 2:oo Uhr. Und damit nicht genug – wir wurden gleich auf einen Schnaps in die Küche eingeladen. Somit saßen wir noch weitere 30 Min. zusammen, tranken 3 Schnaps und wurden anschließend in unsere Unterkunft 100 Meter weiter gebracht. Gegen 3:30 Uhr lagen wir endlich in unserem Bett. Wir konnten jedoch bis 9.oo Uhr schlafen, Papa Streb musste um 4:30 Uhr schon aufs Feld…


Donnerstag, 21.06.2012

Gegen 8:30 Uhr war unsere Nacht wg. Hitze zu Ende, wir hätten ja so schön ausschlafen können… 

um 10:oo Uhr wurden wir von Familie Streb (Petras Mum hat sich extra Urlaub genommen) zum Frühstück abgeholt und wiederum kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ein Tisch voll mit Leckereien. Sogar frischgebackener Kuchen stand bereit. Leckere, selbstgemachte Salami, frische Tomaten... Wir saßen über eine Stunde zusammen und genossen den Start in diesen tollen Tag.  

Nach einer kurzen Besichtigung des tollen Grundstückes gingen wir zum Geldwechseln. Und wir wurden auf einen Schlag reich :) für 100 Euro bekamen wir 28000 Forint …
Wegen der Hitze stand der heutige Tagesablauf relativ schnell fest: Besuch im Heilbad Harkány. Auf der Wiese liegen, relaxen, schwätzen sowie ab und zu baden :)

Nach 30 Minuten Autofahrt bei ca. 40 Grad standen wir vor unserem Ziel. Das Heilbad hat die Größe eines Parkes mit mehreren Schwimmbecken und wir waren erst einmal überfordert wohin wir uns genau niederlassen sollen.  Frauen eben :)

Nach 5 Stunden relaxen, einem Eis und zwei Palatschinken später begaben wir uns auf den Rückweg nach Boly, denn diesen Abend stand ein Besuch im Weinkeller von Familie Streb auf dem Plan.
Wir hielten noch an einem Skulpturen-Park an welcher uns total beeindruckte. Petra genoss eine Bank im Schatten und wir vier holten uns jede Menge neue Eindrücke, schöne Bilder und Mückenstiche ab… :)

Zu Haus angekommen hatten wir 45 Min. Zeit um uns ausgehfertig für den Abend zu machen. 4 Frauen, ein Bad – die Herausforderung des Tages :) anschließend liefen wir gemeinsam in den 15 Minuten entfernte Weinkeller. Dort wartete ein super leckeres Essen (Hackfleischklösse mit Sauerkraut) – aber bevor wir etwas essen durften gab es erneut 3 Schnäpse. Man muss nicht erwähnen wie uns das allen in den Kopf ging. Das Essen kam darauf hin genau richtig und es war SUPER lecker. 

Anschließend gab es noch leckeren Kuchen von Oma Streb, weitere Mückenstiche und eine Weinprobe im Weinkeller. Dort war es so kalt das meine Brille nach dem Herausgehen erst einmal anlief. Aber der Wein war, genauso wie der Schnaps, super lecker.  Aber langsam hatten wir Angst unseren Besuch bei Petra als Alkoholiker zu beenden…


Freitag, 22.06.2012

Juhu, es hat abgekühlt! Heut Morgen war es doch tatsächlich ca. 5-10 Grad kälter wie am Vortag – aber für unser war es immer noch warm genug :) Heute Morgen stieß Christian zu unserer kleinen Reisegruppe hinzu – ein Mann, fünf Frauen. Der Arme!

Wir fuhren zusammen nach Pec in ein Einkaufszentrum welches sehr an das Rhein-Neckar-Zentrum erinnerte. Nicht nur von den Geschäften her sondern auch von den Schildern. Alles identisch. Mir war gar nicht bewusst wie weit wir an diesem Morgen gefahren sind… :)
Nach einigen Stunden Shoppen und einem kurzen Mittagsschläfchen waren wir am Abend bereit für das Fussballspiel Deutschland -  Griechenland.

Wir zogen unser Deutschland-Trikot an, klebten uns Deutschland-Flaggen auf die Backe und trafen uns vor Petras Haus mit Ihrer Schwester & Mann um gemeinsam auf ein Bayrisches Fest im Nachbarort zu fahren. Petra war unser Fahrer, denn zum Abendessen gab es mal wieder Schnaps :), und wir hörten Schlager. Soviel Spaß für so wenig Geld  :)
Dort wurde, pünktlich zum Spielbeginn, eine Leinwand aufgebaut und wir waren bereit für eine Fußball-Feier. Leider funktionierte die Verbindung zwischen Beamer und TV nicht wirklich und 5 Männer versuchten das Problem zu lösen, aber meist vergebens. Immer wenn das Bild kam und die Deutschen einen Angriff starteten war das Bild wieder weg. Und die Ungarischen Kommentare konnten wir ja nicht verstehen :)
Kurzentschlossen verließen wir das Fest wieder, fuhren zurück nach Boly zu einer Großleinwand, erneut hatten wir Spaß mit den Schlagern und kamen rechtzeitig zum 1:0 für Deutschland.
Mit dem tollen 4:2 für Deutschland endete unser zweiter und letzter Abend in Boly und wir fielen erneut total KO ins Bett.


Samstag, 23.06.2012

Um 8.30 Uhr stand erneut ein tolles Frühstück zu unserer Verabschiedung bereit. Für Familie Streb stand heute eine Taufe auf dem Tagesplan, wir vier wollten uns vor unserem Heimflug noch etwas Budapest anschauen.
Auf der Fahrt nach Budapest schauten wir uns die Umgebung etwas genauer an, denn auf der Hinfahrt haben wir von der Landschaft ja nichts gesehen. Aber schon nach einigen Kilometer war uns klar: viel verpasst haben wir nicht, denn die Landschaft war über 2 Fahrtstunden fast gleichbleibend – aber schön. Kirsten zog so einige Male den Vergleich mit der Pfalz :)

In Budapest angekommen fuhren wir mittenrein ins Getümmel und überlegten wo wir strategisch am besten parken können. So gab es gleichzeitig auch eine kleine Standrundfahrt J letztendlich beschlossen wir an der Friedensbrücke nach einem Parkhaus zu suchen, aber leider vergebens. Jedoch fanden wir einen Parkplatz direkt an der Brücke (so das wir es leichter hatten unser Auto wieder zu finden) und dazu war auch noch der Parkautomat kaputt – free parking :) was für ein Schnapper! Auch wenn ich dem Parkplatz eher skeptisch ggü. stand und nach dem Haken suchte.
Sicherheitshalber kamen wir eine Stunde früher zurück um noch Zeit fürs einlösen des Autos zu haben falls es abgeschleppt wurde :) aber wir hatten Glück. Keine Parkkralle, kein Ticket und das Auto stand noch *jummie*.

Wir besichtigten 3,5 Stunden lang Budapest, bekamen so einen kleinen, ersten Überblick um abschließend sagen zu können das wir hier nochmals für einen längeren Aufenthalt zurückkehren werden.
Auf dem Weg zum Flughafen hatten wir noch einmal etwas zum Lachen denn ich hab im Navi das falsche Terminal eingegeben. Somit standen wir an einem falschen Teil des Flughafens welches zu kurzzeitiger Schnappatmung führte. Aber dieses Problem war schnell gelöst. Nein, wir sind keine 30 Min. lang in die falsche Richtung gefahren sondern standen nur auf der anderen Seite des Flughafens :)
Auf diesen Schock gönnten wir uns ein letztes Essen auf ungarischem Boden (so richtig typisch bei McDonalds :)) und checkten anschließend problemlos ein.
Der Rückflug war nicht ausgebucht, so hatten wir drei Reihen für uns alleine und kamen sogar pünktlich in Deutschland an.

Somit endete ein toller Kurztrip nach Ungarn welcher für uns, dank der Gastfreundlichkeit von Petra und Familie, für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.

DANKE Familie Streb !!!


Sonja & Dani
Kirsten & Britta


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